Segelflug

Der Aero-Club Kehl e.V. besitzt für seine Mitglieder 5 Segelflugzeuge, und zwar 2 Doppelsitzer und 3 Einsitzer.
 
Gestartet werden kann in Kehl sowohl im Windenschlepp als auch im Flugzeugschlepp.
Für den Windenschlepp steht eine Doppeltrommelwinde der Firma Tost bereit. Wir können lediglich ca. 750 Meter Seil auslegen, wodurch wir auf eine Ausklinkhöhe von ca. 250 bis 300 Meter kommen. Da unser Fluggelände genau in den Hauptwindrichtungen Nord oder Süd liegt, haben wir an ca 80 % der Flugbetriebstage den Wind direkt von vorne, was die kurze Schleppstrecke wieder einiger maßen kompensiert. Wir nutzen den Windenschlepp hauptsächlich für die Schulung. Und trotz geringer Schlepphöhe kommen wir, wenn es Thermik hat, recht gut aus der Winde weg. Auch wir haben unsere Hausbärte.
Für den Flugzeugschlepp steht uns die Motormaschine DR400R zur Verfügung. Damit lassen sich die Leistungsflieger an Tagen, an denen die Thermik im Rheintal schlecht ist, oder auch zum Wellenfliegen, in den Schwarzwald schleppen (Schleppzeiten ca. 15 Minuten). Als Ersatzschlepper dient das Ultraleichtflugzeug C42.
 
Nun zu der unter Segelfliegern oft geäußerten Meinung, im Rheintal gibt es keine Thermik. Das stimmt nicht. Grundsätzlich kann man sagen, dass wir im Sommer bei stabilen Hochdruckwetterlagen bzw. Inversionswetterlagen manchmal im Gegensatz zum Schwarzwald (Ostkante) oder zur Schwäbischen Alb keine bzw. nur sehr schwache Thermik haben, die auch sehr spät am Tag beginnt. Jedoch haben wir gerade im Frühjahr oder auch im Sommer nach Durchzug einer Kaltfront oder eben an Tagen mit entsprechenden meteorologischen Bedingungen sehr gute Thermik, auch zum Überland fliegen. Der Leistungsflieger kann z.B. abends beim Heimflug schon recht früh im Nord- oder Südschwarzwald einen Endanflug zum nur 150 Meter hoch gelegenen Kehl beginnen. Noch ein Vorteil: Wir haben ausreichende Außenlandemöglichkeiten im Rheintal. Und noch was besonderes: Abendthermik über Kehl und Straßburg.
 
Ein Geheimtipp für unsere Gegend ist die Schwarzwaldwelle – bei Ostwind. Zu den sicheren Einstiegen ab circa 1000 Meter GND, die im Bereich zwischen Achern / Kappelrodeck / Oberkirch liegen, schleppen wir ca. 15 Minuten. Das bedeutet, schneller kommt man da von keinem anderen Platz hin. Und abends zurück nach Kehl kommt man immer – mit Rückenwind.
 
Selbstverständlich sind Gastsegelflieger mit oder ohne eigenem Segelflugzeug bei uns gerne gesehen – auch Eigenstarter.
 
Wir pflegen schon seit vielen Jahren eine sehr gute grenzüberschreitende Freundschaft zu unseren französischen Segelfliegerfreunden vom nur ca. 10 km Luftlinie entfernten Straßburger Sportflugplatz „Polygone“. Somit kennen wir uns nicht nur anonym vom gemeinsamen Kurbeln in der Thermik, sondern auch persönlich von vielen Treffen. Natürlich gibt es auch mal Außenlandungen, meistens der Straßburger bei uns, da deren Revier ebenfalls der Schwarzwald ist.
 
Des weiteren sind wir stets im Kontakt mit unseren Offenburger Segelflieger-Kollegen. Wir helfen uns gegenseitig aus, sei es mit dem Schleppflugzeug, oder auch bei der  Schulung.